Behandlungsmethoden

Wir unterscheiden die "herausnehmbare" und "festsitzende" kieferorthopädische Therapie.

Die herausnehmbare Spange kann zu jeder Zeit dem Mund entnommen werden. Sie sollte in der Regel beim Sport oder beim Essen aus dem Mund entfernt werden. Die Apparatur sollte, um ein bestmögliches Ziel zu erreichen, regelmäßig und zuverlässig getragen werden. 14 Stunden pro Tag sollten im Allgemeinen reichen. Umso mehr die Spange getragen wird, desto eher stellt sich natürlich der Erfolg ein.
Die Zähne werden bei der herausnehmenden Spange durch Feder- und Schraubenkraft lediglich gekippt und nicht körperlich bewegt.

Bei der Behandlung mit festsitzender Zahnspangen werden die Zähne körperlich bewegt. Hierbei werden Brackets fest auf die Zähne angeklebt und Bänder (Ringe) an den Backenzähnen (Molaren) befestigt.

Die Brackets gibt es bei uns:
- als Metallbrackets mit unauffälligen Befestigungsligaturen
- als Metallbrackets mit bunten Befestigungsligaturen
- als zahnfarbene Variante aus Keramik

In den Brackets, wird ein Bogen (Draht) eingesetzt, welcher einen kontinuierlichen Druck ausübt, um so die Zähne in gewünschter Position zu bringen. Durch die dauerhafte Kraftausübung wird die Behand-lungsdauer gegenüber der herausnehmbaren Zahnspange verkürzt. Die Drähte werden regelmäßig kontrolliert, damit ein zügiges und präzises Behandlungsziel erreicht wird. Die Zähne "hangeln" sich sozusagen an einer Schiene entlang.
Ob die Auswahl der Behandlungsmethode nun auf die herausnehmbaren und/oder der festsitzenden Apparatur fällt, hängt von vielen Faktoren wie Alter, Wachstum, Ausprägung der Zahn-/Kieferfehlstellung und der Funktion ab. Behandlungen von Zahnfehlstellungen sind in JEDEM ALTER möglich, solange der Zahnhalteapparat gesund ist.

Ausgeprägte Kieferfehlstellungen wie ein offener Biss, Vorbiss (Progenie) oder extreme Unterkieferrücklage, können oftmals nur durch eine kombinierte kieferorthopädische- kieferchirurgische Behandlung im erwachsenen Alter erfolgsversprechend korrigiert werden. Im Allgemeinen erfolgt hierbei eine kieferorthopädische Vorbehandlung und nach chirurgischer Korrektur die kieferorthopädische Feineinstellung und Retention.